Zugfolge | Wien/Ö
Es geht um die individuelle Bespielung und das persönliche Erleben eines linearen Raumes, der sich nicht nur durch Anfang und Ende definiert oder eine Verbindungsstrecke darstellt, sondern in sich selbst anspruchsvolle Qualitäten aufweist.

Was folgt dem Zug?

Der geplante Raum wird durch drei alleeartige Pflanzenreihen definiert. Von außen werden sie ihrem Wachstum überlassen und im Inneren regelmäßig auf die abstrahierte Form eines Zugwaggons zurück geschnitten. Auf diese Weise bleibt das Objekt, welches diesen Raum vormals einnahm, weiterhin spürbar.
Sowohl die Wahl der Pflanzenarten als auch deren Positionierung werden durch innere Erfordernisse aber auch von äußeren Faktoren aus naher und fernerer Umgebung, wie Gebäuden, Brücken, Gärten, Parks, Sichtbeziehungen oder Sonneneinstrahlung, beeinflusst. Dadurch entstehen erlebenswerte Orte, die sich mit der Umgebung auseinandersetzen und den Raum der ehemaligen Zugstrecke ergänzen.
Ein Element im Detail ist die Schwelle, welche einen vorsichtigen Bezug zur Bahnstrecke nimmt aber auch die Maßstäblichkeit im Bezirk verdeutlichen soll.
Auf dem ein Kilometer langen geradlinigen Teil der Strecke liegen 1001 nummerierte Betonelemente in jenem Größenverhältnis einer Bahnschwelle (260x30cm). Sie sollen die Nutzer zu unterschiedlichsten Tätigkeiten inspirieren und den persönlichen Bezug zum Ort intensivieren.
Den wohl wichtigsten Part in diesem Projekt übernehmen aber die Pflanzen, die durch ihre Individualität und ständige Veränderung den Ort erlebbar und erlebenswert machen.


Studienarbeit an der Universität für Bodenkultur in Wien


unter der Leitung von Prof. Roland Tusch