Neukonzeptionierung Grünzug Mühlgrund | Wien/Ö
Der Grünzug Mühlgrund wird dem Lobauvorland zugerechnet, das durch Halbtrockenrasen, exstensive Fettwiesen, Brachen sowie naturnahe Gehölzstreifen gekennzeichnet ist. Aus dem Netzwerk Natur ergeben sich dafür folgende Ziele: extensive Erholungsnutzung, Erhaltung von Altbaumbeständen, Pflege der Wiesen, naturnahe Lebensraumstrukturen auf Freiflächen.

Das Umland des Grünzugs verändert sich durch die U2 Verlängerung und Wohnbautätigkeit derzeit stark, weshalb die MA49 - Forstamt und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien - als grundstücksverwaltende Stelle eine Neukonzeptionierung der landschaftsarchitektonischen Gestaltung beauftragt hat.

Das landschaftsarchitektonische Konzept sieht eine weitgehende Erhaltung der gewachsenen Strukturen vor, die in einen neuen Kontext gesetzt werden. Punktuelle Maßnahmen bilden die Elemente der 100m Bahnen und der Aktivitätsinseln, welche dem Grünzug neue Bedeutungsebenen verleihen.
Beide Elemente erhöhen durch ihre materielle Qualität und Nutzbarkeit die Wiedererkennbarkeit des Grünzugs. Zusätzlich werden durch die Interventionen neue räumliche Beziehungen erschlossen und differenzierte Nutzungsbereiche definiert.

Die Aktivitätsinseln besitzen eine einprägsame Form, die in ihrer Materialität variiert. Sie stellen einen Anreiz für die funktionsoffene Nutzung der unterschiedlichen Teilräume des Grünzugs dar und reagieren auf deren Charakter. Damit wird ein Nutzungsangebot kreiert, das offen für Aneignungen ist.

Die 100m Bahnen bilden in ihrer Linearität und Dimension ein artifizielles Element, das neue Verbindungen innerhalb des Grünzugs und zu seiner Umgebung ermöglicht. Die Ausdehnung über 100 Meter eröffnet einen Bezugsmaßstab innerhalb des Stadtraumes von Stadlau. Die umgebenden Neubaugebiete werden eingebunden, Querungsmöglichkeiten laden zum Erkunden bisher ungenutzter Bereiche ein.



als Mitarbeiterin im Büro zwoPK www.zwopk.at


Ausführung mit ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen - Projekt greenlab